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| Die gute Nachricht zuerst: Namibia hat ein gut ausgebautes Netz an Straßen, die in ausgezeichnetem Zustand sind. Die schlechte Nachricht: Diese Aussage bezieht sich nicht auf Europa, sondern auf Afrika. |
Namibias Straßenkategorien:
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Ungewohntes Fahrgefühl Das Fahren auf Gravelroads und Sandwegen ist mit keinerlei europäischer Erfahrung zu vergleichen; Jeder Autofahrer wird sein Auto in Namibia wie ein absoluter Fahranfänger bewegen. Gut nur, wenn er/sie die Geschwindigkeit entsprechend wählt. Autounfälle sind Todesursache Nummer 1 unter Touristen - weit, weit vor Schlangenbissen, Malaria, Überfällen und allem, was hier sonst so lauert. |
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Pannen Weil die allermeisten Straßen mit spitzen Steinen übersät sind, halten weder Reifen noch Frontscheiben lange durch (deshalb sind auch die Mietwagen so teuer). Wer auch nur eine Minute lang so fährt, daß er/sie den Wagen im Falle eines platzenden Reifens nicht mehr auf der Straße halten kann, spielt Russisches Roulette. Kommt auf Gravel ein Fahrzeug entgegen oder wird man überholt, dann lautet die Devise: Tempo drosseln, ganz links heranfahren. So haben Frontscheibe und Passagiere die beste Überlebenschance. Überholt man selbst, dann tut man das nach vorherigem Hupen, mit moderater Geschwindigkeit, und äußerst rechts. Bleibt man irgendwo liegen, dann wartet man am Straßenrand auf Hilfe. In die nächste Ortschaft zu laufen bringt meist nichts, denn selbst wenn es nicht so weit ist, ist nach Rückkehr das Auto nicht mehr da. |
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Wildwechsel Früh und abends und die ganze Nacht hindurch gehört die Straße den Tieren. Das ist nur dann possierlich und sehenswert, wenn man entsprechend langsam fährt; eine Kollision mit einem Kudu überlebt man als Fahrer auch dann nicht, wenn man einen Reisebus lenkt. In der Nacht ist 90km/h auf jeder Straße, mit jedem Auto, zu schnell! |
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Einsamkeit Die endlosen Fahrten auf geraden Straßen laden zum Rasen und Einschlafen ein, und beides führt in den sicheren Tod. Straßenverkehr ist quasi nicht existent, wenn in einer Stunde zehn Autos entgegenkommen, dann ist das schon fast ein Stau. Auf jede Fahrt soll Essen und Trinken für alle Mitfahrer mitgenommen werden, auf den Hauptrouten für einen Tag, sonst für eine Woche. |
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Die leidige Frage: Allrad oder nicht? Im Kaokoland und für das Kaudom-Wildreservat ist die Antwort klar: Ohne 4x4 geht's nicht. Überall sonst kommt man zur Not auch so durch. Mein Tipp: Wer immer es sich leisten kann nehme ein Allradfahrzeug. Man fährt viel bequemer, hat mehr Bodenfreiheit, eine bessere Straßenlage, eine bessere Sicht und mehr Kraft. Wer mit einem 1.3er Kleinstwagen bei 90°C in der Sonne 600 km durch die Halbwüste will, der braucht sich nicht zu wundern, wenn ihm der Motor 'rausfliegt. |
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Und nicht vegessen: Linksverkehr!
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